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Editor:
Dr. med.
H. Jastrow


Conditions
of use
Overview skin (Integumentum commune):
Pages with explanations are linked to the text below the images if available! (Labelling is in German)
An entire English version of this page is in preparation!
skin of the toe
(human)
Meissner body
(human)
detail thereof keratinocytes stratum
spinosum (human)
detail nucleus with
3 nucleoli
keratinocyt stratum
spinosum (human)
Keratinocyten Stratum
granulosum (human)
Langerhans cell in stra-
tum spinosum (human)
keratinocyt stratum
granulosum (human)
border to keratinification
stratum lucidum (human)
detail of this border
(human)
further detail
 (human)
detail thereof
 (human)
stratum corneum
(rat)
melanocyte with long process
(human)
stratum basale
 (human)
basal epithelial
cells (human)
stratum basale 2
 (human)
Merkel cell
(rat)
desmosomes, intermediate
filaments (rat)
anchoring of a basal
epithelial cell (rat)
layers of the skin in overview
(rat)
keratinized squamous epithelial
cells Stratum corneum (rat)
Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers mit einer Oberfläche von ca. 1,5 - 1,8 m².
Aufgaben:
Schutz vor mechanischen, thermischen, chemischen Schäden, Absorption von UV-Strahlen, Barriere für Bakterien und Viren, Mitregulation des Wasserhaushalts und der Körpertemperatur (Schwitzen, Austrocknungsschutz), subkutanes Fett als Kälteschutz, Wahrnehmung von Druck, Vibration, Schmerz und Temperatur über nervöse Strukturen.
Aufbau:
Hauttypen:
Der größte Teil der Haut ist Felderhaut mit durch feine Rinnen getrennten polygonalen Feldern. Schweiß- und auf bestimmte Regionen begrenzte Duftdrüsen münden auf der Höhe der Felder, Haare und Talgdrüsen in den Furchen. In der Leistenhaut, die sich an Fingern und Zehen findet, kommen genetisch festgelegte Hautleisten und Furchen vor. In die Basis jeder Leiste ragen 2 hohe Bindegewebspapillen. Die Schweißdrüsen münden hier in die Furchen ein.
Grobe Gliederung:
Die Haut (lat. Integumentum commune) besteht aus der Cutis und der darunter gelegenen Subcutis. Die Cutis gliedert sich in die Oberhaut = Epidermis, ein mehrschichtig verhorntes Plattenepithel, und die Lederhaut = Corium = Dermis, ein straffes faserreiches Bindegewebe. Die beiden Schichten der Cutis sind fest miteinander verzahnt. Die anschließende Subcutis ist ein lockeres Bindegewebe mit vielen univakuolären Fettzellen. Je nach regionalen Erfordernissen sind die einzelnen Hautschichten unterschiedlich dick ausgebildet und Anhangsgebilde wie Drüsen, Haare und Nägel vorhanden.
Aufbau der Schichten:
Die Epidermis hat eine Dicke von durchschnittlich 50 - 200 µm, an der Fußsohle bis 1 mm. Bei außergewöhnlicher Beanspruchung können Schwielen entstehen, dies sind Verdickungen > 2mm. Neben den als Keratinozyten bezeichneten Epithelzellen im engeren Sinne finden sich hier bis zu 10% spezialisierte Zellen: Melanozyten, Langerhans-Zellen und Merkel-Zellen.
Die Regeneration des Epithels erfolgt ausschließlich von der Basalzellschicht aus (hier die meisten Mitosen). Innerhalb von ca. 30 Tagen werden die Keratinozyten von unten nach oben geschoben und schließlich abgestoßen. Dabei machen sie charakteristische Veränderungen durch, die zu folgender Gliederung der Epidermis führt:
Auf der dünnen zickzackartig verlaufenden Basalmembran sind die Zellen des Stratum basale über viele Hemidesmosomen verankert. Die Basalzellen haben eine kubische bis hochprismatische Form, zahlreiche fingerförmige Ausläufer und sind über Desmosomen miteinander und mit darüberliegenden Zellen verbunden. Sie haben einen länglich ovalen Zellkern und relativ wenig Zytoplasma. Die Zellen enthalten viele Ribosomen und bilden saure und basische Keratine als fibröse Proteine, die sich zu den heterodimeren Keratinfilamenten, einer Sorte von Intermediärfilamenten, zusammenlagern. Diese bündeln sich wiederum zu 7,5 nm dicken Tonofibrillen, die an den Desmosomen mit der Zellmembran verankert sind.
Zwischen den Basalzellen finden sich einzeln oder in Gruppen die als Druckrezeptoren dienenden Merkel-Zellen.
Außerdem sind ortsabhängig bis zu ca. 10 % der Zellen der Basalschicht nur in Spezialfärbungen erkennbare sonst helle Melanozyten. Diese Pigmentzellen bilden stark verzweigte freie, d.h. desmosomenlose Fortsätze bis in das darüberliegende mittlere Stratum spinosum aus. In ihrem Zytoplasma werden mit Hilfe der durch UV-Strahlen induzierbaren Tyrosinase braun-schwarzes Eumelanin und gelblich-rötliche Phäomelanine gebildet. In 4 Stadien reichert sich eine Mischung dieser Pigmente in den vom RER via Golgi-Apparat gebildeten, dabei immer bräunlicher werdenden Melaningranula an. Diese sind im Anschnitt ~100 x 300 nm groß, werden auch als Melanosomen bezeichnet und von umgebenden Keratinozyten aufgenommen. Pro Epithelzelle finden sich 16 – 132 Melanosomen bei Individuen der kaukasischen Rasse und 80 – 160 bei Angehörigen der negroiden Rasse. Die Granula absorbieren die für die Zellteilung schädlichen UV Strahlen. Bei längerer UV Bestrahlung tritt eine vermehrte Hautbräunung auf, die auf eine Zunahme der Pigmente in den Granula zurückzuführen ist.
Über der Basalzellschicht folgt das Stratum spinosum = Stratum spinocellulare = Stachelzellschicht mit rundlichen bis länglichen Zellen. Diese haben sehr viele zackenartige Fortsätze mit unzähligen Desmosomen, wodurch die Zellen fest miteinander verbunden sind. Die Zahl der Tonofibrillen nimmt hier und in Richtung Epitheloberfläche immer mehr zu. Im oberen Stratum spinosum treten in den Zellen erste Keratinosomen = Lamellarkörperchen = Odland-Körperchen auf. Diese 80 – 130 nm großen oval lamellierten Organellen werden im Golgi-Apparat gebildet und geben bei Exozytose ihren aus Glykoproteinen, Lipiden und Enzymen bestehenden Inhalt in den Interzellularraum ab. Dort entstehen dann lamellierte, breite Schichten, die Odland-Lamellen, die zu einer zementartigen Kittsubstanz werden, welche die Zwischenzellräume komplett ausfüllt und undurchlässig macht.
Zwischen den Keratinozyten liegen im Stratum spinosum die rundlicheren helleren Langerhans-Zellen, die hier etwa 4 % der Zellpopulation ausmachen.
Unter dem Begriff Stratum germinativum (Regenerations-, bzw. Wachstumsschicht) faßt man Stratum basale und spinosum zusammen.
Darüber liegt die Verhornungsschicht, die aus dem tiefer gelegenen Stratum granulosum und dem darüber gelegenen Stratum lucidum besteht.
Die Keratinozyten des Stratum granulosum enthalten basophile Keratohyalingranula und werden deshalb auch als Granulazellen bezeichnet. Das lichtmikroskopisch stark basophile Material der rundlichen Keratohyalingranula erscheint im Elektronenmikroskop dunkel und amorph. Die membranlosen Granula wirken hier bizarr. Sie enthalten das histidinreiche Protein Filaggrin, welches sich um die Tonofibrillen verteilt und hier eine irreversible Aggregation und Polymerisation der Keratinfilamente bewirkt, wodurch die Verhornung der Zellen eingeleitet wird: Die Zellen verlieren ihre Mitochondrien, verarmen an Zellorganellen und zeigen eine Degeneration des Zellkerns, je weiter sie zur Oberfläche vordringen, außerdem werden sie zunehmend platt. Dabei nimmt die Zahl der Tonofibrillen zu. Weiterhin werden jedoch noch die multilamellären Granula gebildet. Daneben wandelt sich das Zytoplasma durch Eleidin, eine ölig homogene Substanz, zu einem dichten amorphen Material um, und die Innenschicht der Zellmembran verdichtet sich.
Das Stratum lucidum ist nur in dicker Epidermis gut erkennbar und zeigt im Lichtmikroskop eine starke Lichtbrechung, die auf das Eleidin zurückgeht. In dieser ein bis zwei Zellen breiten Schicht sind bereits keine Zellkerne oder Organellen mehr erkennbar. Die Zellen zeigen vollständige Keratinisierung = Verhornung, d.h. enthalten neben dem Eleidin nur noch die 7-9 nm dicken Keratinfilamente. Die Zellmembran verdickt sich auf ~12 nm und die ca. 25 nm weiten Interzellularräume sind mit Desmosomen und elektronendichtem Material weitgehend ausgefüllt.
Die ganz außen liegende Hornschicht = Stratum corneum besteht aus den auch als Korneozyten bezeichneten, abgestorbenen Keratinozyten, die vollständig mit sehr dicht gepackten 7 – 9 nm dicken Keratinfilamenten ausgefüllt sind. Sie kann je nach mechanischer Beanspruchung wenige bis mehrere hundert Zellagen umfassen. Der oberste Teil der Hornschicht wird als Stratum disjunctum bezeichnet, weil hier durch Scherkräfte die Interzellularräume aufgerissen und einzelne bis mehrere der Zellen herausgerissen werden, die Hornschuppen.
Die Hornschicht ist lokal unterschiedlich dick, im Durchschnitt um 10 µm und sehr widerstandsfähig, erst bei langer Wassereinwirkung quillt sie auf. Nur lipophile niedermolekulare Stoffe können einigermaßen gut durch sie in die Tiefe dringen, was bei Cremes, Salben und Gelen zu berücksichtigen ist.

Das Corium, die Lederhaut, enthält ortsständige Fibrozyten und Fibroblasten und freie Bindegewebszellen wie Makrophagen, Mast- und Plasmazellen, Gefäße und Nervenfasern, Drüsen und Haarwurzeln. In der Interzellularsubstanz findet sich neben Kollagenfasern vom Typ III (oberflächlich und um Hautanhangsgebilde herum) und Typ I auch elastisches Fasermaterial. Die hochvisköse gelartige Grundsubstanz ist reich an Proteoglykanen, die für den Hautturgor durch hohe Wasserbindung verantwortlich sind. Das Corium gliedert sich in das oberflächlichere Stratum papillare, die Papillarschicht und das tiefere Stratum reticulare, die Geflechtsschicht.
Das Stratum papillare umfaßt die zapfenartigen Bindegewebsvorstülpungen in die Epidermis hinein, mit der es verzahnt ist. An die ganz oben gelegene Basalmembran, auf der die Epidermis fest verzahnt ist, schließen sich Ankerfibrillen und irreguläre vernetzte kollagene und elastische Fasern an. In der Leistenhaut, besonders der Fingerspitzen, finden sich Meissnersche Tastkörperchen. Kapillaren aus dem Plexus superficialis reichen in die Papillen hinein. Daher blutet es, wenn bei einer Verletzung diese Schicht erreicht wird, ferner kommt es dann später zur Narbenbildung, da die Integrität der darüberliegenden Basalzellschicht verletzt wurde.
Das Stratum reticulare ist geprägt von kräftigen, örtlich unterschiedlich gerichteten Kollagenfasern. Diese sind für die bei Hautschnitten entstehenden Spaltlinien verantwortlich und verleihen der Haut hohe Reißfestigkeit und Dehnbarkeit. Die Zugelastizität der Haut ist auch auf die Existenz elastischer Netze, vor allem dieser Geflechtsschicht, zurückzuführen. Es findet sich ein oberflächlicher und ein tieferer Gefäßplexus, die miteinander verbunden sind. Die mit durchbrochenem Endothel ausgekleideten Lymphgefäße führen interzelluläres Gewebswasser in die Tiefe ab.

Die Tela subcutanea, Subcutis oder Unterhaut ist über größere Bindegewebsfaserbündel, die Retinakula oben mit dem Stratum reticulare und unten mit tief gelegenen Strukturen (z.B. Periost, Muskelfaszien) verbunden. In dieser lockeren Bindegewebsschicht finden sich viele in rundlichen Einheiten zusammengefaßte univakuoläre Fettzellen, die bei Turgorverlust als Zellulite sichtbar werden können. Die Depotfetteinlagerung wird hormonell gesteuert und ist lokal und geschlechtsspezifisch unterschiedlich. Bei der Ausbildung von Ödembildung lagert das lockere Bindegewebe der Subcutis erhebliche Mengen an Flüssigkeit ein. Im Bereich des Handtellers und der Fußsohle befinden sich hier die Vater-Pacini-Lamellenkörperchen.

Entwicklung:
Das Epithel der Epidermis leitet sich vom Ektoderm, das Corium und die Subcutis vom Mesoderm ab (am Rücken aus dem Mesoderm der Dermatome, an Bauch und Extremitäten aus der Somatopleura, im Kopf-Halsbereich aus dem Mesektoderm der Neuralleiste). Melanozyten und Merkel-Zellen wandern von der Neuralleiste in die Epidermis ein, während die antigenpräsentierenden Langerhans-Zellen und die freien Bindegewebszellen in Corium und Subcutis aus dem Blut und letztlich aus Vorläuferzellen des Knochenmarks stammen.
Haare, Nägel, Talg-, Schweiß- und Milchdrüsen sind ausdifferenzierte ektodermale Epithelknospen, die in das darunter gelegene Mesoderm einsproßten.

--> hair, epithelia, Meissner's corpuscules, Langerhans cells, Melanocytes, Merkel cells
--> Electron microscopic atlas Overview
--> Homepage of the workshop


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